Ich kenne den Moment, in dem
aussen alles stimmt – und innen
eine leise Frage wächst.

Weil ich selbst dort gestanden habe.

Nicht einmal, sondern mehrmals.
 Und jedes Mal den Mut gefunden habe, meinem Herzen zu folgen.

Mein Weg

Mit 33 hatte ich alles, was man sich wünscht: einen Mann, zwei kleine Kinder, ein schönes Haus mit Garten, eine Teilzeitstelle als Lehrerin. Ich hätte zufrieden sein müssen.

Aber die Tage waren bis unter den Rand gefüllt. Ich fiel abends todmüde ins Bett, in der Hoffnung auf eine ungestörte Nacht. Für mich selbst blieb kein Raum – keine Zeit, um zu spüren, was in mir eigentlich los war. Ich musste im Alltag einfach funktionieren.

Die Konflikte in der Ehe häuften sich. Ich lag nachts wach, spielte die Streitereien wieder und wieder durch und fand keine Lösung. Von aussen sah unsere Beziehung perfekt aus – und weil ich die Einzige war, die die Probleme überhaupt wahrnahm, begann ich an meiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.

Ich versuchte, mich anzupassen, es allen recht zu machen, bloss nicht aufzufallen. Doch es wurde nur schlimmer. Mein Kopfweh wurde stärker, dann kam jeden Morgen Bauchweh dazu. Mein Körper sagte, was ich mit Worten noch nicht sagen konnte.

„Irgendwann sass ich da, in meiner Verzweiflung, und fragte mich: Ist das ein Leben für mich?"

Stopp

Es war kein grosser dramatischer Moment. Es war ein leises, klares Wissen: So geht es nicht weiter. Ich wollte die Schmerzen loslassen. Ich wollte raus aus diesem Gefühl, nur noch eine Marionette zu sein, an deren Fäden andere zogen.

Also tat ich den mutigsten Schritt meines Lebens: Ich suchte eine kleine Wohnung für mich und die Kinder – und ging.

Und zum ersten Mal seit Jahren hatte ich wieder Raum. Raum zum Atmen, zum Spüren, zum Wieder-Frau-sein – nicht nur Mutter. Es war ein Aufatmen, das ich fast vergessen hatte.

Der Weg wiederholt sich – und vertieft sich

Dann kam eine neue Liebe, ein drittes Kind, ein gemeinsamer Haushalt – und nach und nach dieselben Muster. Wieder merkte ich, dass wir grundsätzlich verschiedene Werte hatten. Wieder stand ich irgendwann allein da, diesmal mit drei Kindern.

Ich habe mich als totale Versagerin gesehen. Wie konnte es schon wieder soweit kommen?

Aber gerade diese zweite Erfahrung hat mir etwas Entscheidendes gezeigt: Das Problem lag nicht bei den Männern. Es lag darin, dass ich mich so weit von mir selbst entfernt hatte, dass ich im Aussen suchte, was nur in mir zu finden war – Liebe, Bestätigung, Halt.

Was sich wirklich verändert hat

Der äussere Weg – die Trennungen, der Neuanfang – war erst der Anfang. Die eigentliche Veränderung passierte innen.

Ich begann, meine Gedanken zu hinterfragen. Nicht das Aussen, sondern das, was ich über mich selbst glaubte: dass ich es allen recht machen muss. Dass ich nicht gut genug bin. Dass meine Bedürfnisse weniger wichtig sind als die der anderen.

Ich erinnere mich, wie ich mich früher furchtbar ärgerte, wenn jemand zu spät kam – und wie ich irgendwann verstand, dass mein Ärger mir etwas über mich sagte: über meine eigenen Erwartungen an mich selbst, immer perfekt zu funktionieren, mich immer anzupassen, bloss nicht aufzufallen. Als ich das erkannte und begann, ein wenig lockerer zu werden, hat sich niemand daran gestört. Im Gegenteil – mein Umfeld reagierte positiv, weil ich klarer wurde.

Ich lernte: Wenn ich in mir verankert bin und weiss, was ich brauche, geht es mir besser – und allen um mich herum auch.

„Wenn ich viel früher besser auf mich geschaut hätte, wäre vieles einfacher gewesen. Deshalb begleite ich heute Frauen genau an diesem Punkt – bevor das Leben in Scherben liegt."

Was ich aus diesem Weg mitbringe

Auf meinem eigenen Weg habe ich vieles entdeckt, gelernt und in mein Leben integriert. All das fliesst heute in meine Begleitung ein – nicht als Methoden-Sammlung, sondern als lebendige Erfahrung und Haltung.

Körperweisheit

Mein eigener Körper hat mir gezeigt, was mein Kopf nicht wahrhaben wollte. Als ausgebildete Craniosacral-Therapeutin weiss ich: Der Körper trägt Wahrheiten, die Worte noch nicht aussprechen können. Ihm zuzuhören ist oft der erste Schritt zurück zu sich selbst.

Gedanken hinterfragen

„Ich bin nicht gut genug.“ „Ich muss es allen recht machen.“ Solche Sätze habe ich jahrelang geglaubt. Bis ich gelernt habe, sie liebevoll zu hinterfragen: Ist das wirklich wahr? Diese Praxis hat mich befreit – und sie fliesst in jede Begleitung ein.

Kreatives Gestalten

Manchmal finden Gefühle durch Farben und Formen einen Ausdruck, den Worte nicht erreichen. Vier Jahre lang habe ich einen Kreativ-Zeit-Raum geführt. Das kreative Arbeiten ist für mich ein Weg, das Unsichtbare sichtbar zu machen.

Spirituelle Tiefe

Ich habe eine Ausbildung zur spirituellen Begleiterin gemacht und dabei gelernt: In unserem Herzen liegt eine Weisheit, die verborgen bleibt, wenn wir nur mit dem Verstand dahintergehen. Vertrauen ins Leben, Loslassen von Kontrolle und der Glaube, dass in jeder Erfahrung etwas Wertvolles liegt – das trägt meine Arbeit.

Menschenkenntnis

Ich bringe ein tiefes Verständnis dafür mit, wie unterschiedlich wir Menschen angelegt sind – und dass es keinen einen richtigen Weg gibt. Das hilft mir, dich in deiner Einzigartigkeit zu sehen, statt dir eine Schablone überzustülpen.

Gelebte Erfahrung

Drei Kinder, zwei Trennungen, ein Neuanfang als alleinerziehende Mutter, der Mut, meinen sicheren Job aufzugeben und meinem Herzen zu folgen. Mein wichtigstes Werkzeug ist mein eigenes gelebtes Leben – tausendmal wieder aufgestanden.

Was mich in meiner Arbeit leitet

Ich halte Räume, ich repariere nicht. In meiner Begleitung gibt es keine Ratschläge und keine vorgefertigten Antworten. Ich vertraue darauf, dass du alles bereits in dir trägst – es geht ums Erinnern, nicht ums Machen.

Das Herz kennt den Weg. Nicht der Kopf mit seinen Listen und Erwartungen. Die meisten meiner kopfgesteuerten Entscheidungen haben mir Leid gebracht. Aber jedes Mal, wenn ich auf mein Herz gehört habe – auch wenn es Mut brauchte – war es richtig.

Veränderung beginnt innen. Ich habe gelernt, dass ich meine Probleme in mir lösen muss – und es nichts bringt, anderen die Schuld und damit die Verantwortung für mein Leben zu geben. Diese Erkenntnis hat alles verändert.

Jede Erfahrung trägt eine Perle in sich. Auch die schmerzhaften. Auch die, die sich wie Versagen anfühlen. Diese Perlen sichtbar zu machen, schenkt Kraft und Klarheit.

Kontrolle darf losgelassen werden. Ich habe die Kontrolle über mein Leben aufgegeben – und gemerkt, dass ich sie ohnehin nie wirklich hatte. Seitdem bin ich im Vertrauen, dass alles, was mir begegnet, einen Sinn hat.

Wer ich heute bin

Ich bin Franziska – Mutter von drei Kindern, ehemalige Lehrerin, Craniosacral-Therapeutin, ausgebildete spirituelle Begleiterin und eine Frau, die den Weg vom Funktionieren ins Spüren selbst gegangen ist.

Nicht perfekt. Aber lebendig, ehrlich und (gefühlt) tausendmal wieder aufgestanden.

Unterdessen nehme ich mir jeden Tag Zeit, auf mein Herz zu hören. Ich habe die Suche im Aussen aufgegeben – und in mir gefunden, was ich dort vergeblich gesucht habe.

Heute begleite ich Frauen, die spüren:
„Da ist mehr in mir. Und ich bin bereit, hinzuschauen.“

Du musst nicht warten, bis alles zusammenbricht.

Wenn du spürst, dass etwas in dir nach Veränderung ruft –
dann ist genau jetzt der richtige Moment,
dir einen Raum zu schenken.

Im Herzensgespräch darfst du aussprechen, was dich bewegt.
Ohne Plan, ohne Druck – einfach ehrlich sein.

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Franziska Stickel
Industriestrasse 26
8404 Winterthur